Online-Glücksspiel mit Verlusten – OnlineCasinosDeutschland.de

Der Online-Sektor des spanischen Glücksspielmarkts hat im Jahr 2021 weniger Einnahmen generieren können. Das geht es aus dem Jahresbericht der Glücksspielbehörde „Dirección General de Ordenación del Juego“ (DGOJ) hervor. So seien die Bruttospieleinnahmen im vergangenen Jahr um mehr als 4,0 Prozent gesunken. In absoluten Zahlen sei eine Summe von 815,30 Euro generiert worden.

Online-Casinos mit Hälfte des Gesamtumsatzes

Die DGOJ hat ihren Jahresbericht zum Online-Glücksspiel nach den verschiedenen Segmenten der digitalen Glücksspielbranche kategorisiert, um einen strukturierten Überblick über den Einnahmefluss zu ermöglichen. Der größte Anteil des Umsatzes gehe dabei auf die Online-Casinos im südeuropäischen Land zurück. Die verschiedenen Lizenznehmer hätten insgesamt 407,14 Millionen Euro generiert – rund 49,94 Prozent der Gesamteinnahmen.

Durch Online-Sportwetten seien 305,88 Millionen Euro (37,52 Prozent) eingenommen worden. Online-Poker hätte dagegen 85,42 Millionen Euro beigesteuert. Abgeschlagen im Ranking sei digitales Bingo. Rund 14,47 Millionen Euro hätten die Spieler in Spanien im Jahr 2021 für den Glücksspielklassiker ausgegeben.

Online-Casinos als Hoffnungsschimmer

In den meisten Segmenten seien die Einnahmen gegenüber 2020 gesunken. Im Bereich der Online-Sportwetten hätte es einen Einbruch von 16,23 Prozent gegeben. Noch drastischer seien die Verluste beim Online-Poker gewesen. Hier habe es einen Rückgang von 22,56 Prozent gegeben. Als Hauptursache für die gesunkenen Einnahmen führt die DGOJ die neu eingeführten Werbe- und Marketingbeschränkungen ein. Diese sind im vergangenen Jahr vollumfänglich in Kraft getreten und würden sich insbesondere im digitalen Sportwettensegment machen.

Als Hoffnungsschimmer hätten sich derweil die Online-Casinos entpuppt. Die Spieleinnahmen seien im Vergleich zum Jahr 2020 um 16,07 Prozent gestiegen. Trotz der vermeintlich positiven Entwicklung sei das generelle Wachstumsverhältnis eher kritisch zu bewerten. So habe sich das Wachstum massiv verlangst. Die Steigerung im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 habe noch bei 28,37 Prozent gelegen.

Gesetzesänderungen wiegen schwer

Die gesetzlichen Anpassungen seien aus der Sicht der DGOJ der Hauptgrund für die stagnierende Entwicklung des Online-Glücksspiels in Spanien. Das sei nicht zuletzt an den Werbe- und Marketingausgaben der Glücksspielunternehmen im Land abzulesen. Diese seien im vergangenen Jahr um 0,92 Prozent auf 460,04 Millionen Euro gesunken. Besonders stark sei der Rückgang bei Sponsoringausgaben gewesen. Rund 29,31 Prozent weniger hätten die Branchenakteure investiert.

Laut der DGOJ hätten sich die Bestimmungsänderungen für das Glücksspielmarketing nicht nur generell auf die Einnahmen ausgewirkt, sondern auch die Verteilung des Kapitals sei davon betroffen gewesen. Als konkretes Beispiel führt die Glücksspielbehörde den Anbieter „Codere“ an. Der Konzern hätte zwar seinen Online-Umsatz in Spanien um drei Prozent steigern können. Die erschwerten regulatorischen Bedingungen hätten jedoch verhindert, mehr Neukunden zu gewinnen und somit die Einnahmen deutlich zu steigern.

Moshee Edree, CEO von Codere, erklärte zuletzt, dass sein Unternehmen die Nettoeinnahmen aus dem Glücksspielgeschäft im vergangenen Jahr um 17 Prozent hätte steigern können. Die starke Wirtschaftsleistung gehe jedoch nicht auf den heimischen Markt in Spanien, sondern auf die wachsende Relevanz in Lateinamerika zurück. Die niedrigeren Gesetzeshürden in der Region würden eine bessere Geschäftsentfaltung erlauben.

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Author: Stacy Daniels