Glücksspielpetition durch Betrug – OnlineCasinosDeutschland.de

Für Aufsehen hatte der in Florida ansässige Casino-Betreiber Las Vegas Sands gesorgt, als er mit Hilfe einer Petition eine Volksabstimmung erkämpfen wollte. Die rund 50 Mio. Dollar teure Kampagne wirft nun allerdings Schatten auf den Betreiber. Immer häufiger wird davon gesprochen, dass relevante Zahlen an Unterschriften gefälscht seien. Das Ziel der selbst inszenierten Kampagne soll eine Änderung der Gesetzgebung in Sachen Glücksspiel in Florida sein, doch nun zeichnet sich ein Drama ab. Medien berichten einstimmig darüber, dass es sich hier um Wahlbetrug im besonders großen Stil handeln könne. Für Las Vegas Sand wird es unangenehm, sofern sich die Vorwürfe als wahr erweisen.

Glücksspiel-Petition durch Wahlbetrug?

Während es nach wie vor US-Bürger gibt, die die Rechtschaffenheit der letzten Präsidentschaftswahlen anzweifeln und überzeugt sind, dass der eigentliche Präsident Donald Trump heißen müsse, wird es in Florida für jemand ganz anderen eng. Die US-Journalisten Lawrence Mower und Marry Ellen Klas sind einer brandheißen Sache auf der Spur. Ihre bisherigen Recherchen zeigen, dass es sich bei der Petition in Florida tatsächlich um einen Wahlbetrugs-Skandal handeln könnte.

Im Miami Herald nahm das Duo die aktuelle Petition genauer unter die Lupe. Der Sinn hinter der Aktion besteht eigentlich darin, dass Glücksspiel-Betreiber künftig auch in Florida, ähnlich dem Vorbild Las Vegas, Glücksspiel anbieten können. Derzeit wird das nur auf Stammesland möglich gemacht und hier liegt das Monopol bei Seminole Tribe, dem Betreiber der Hard-Rock Hotel- und Glücksspielkette.

Die Petition von Las Vegas Sand sieht unter anderem vor, dass Casinos in Florida flächendeckend erlaubt werden – wenn auch nur mit Maskenpflicht wie in Vegas. Zum Schutze des Angebots von Seminole Tribes soll hierbei ein Abstand von 130 Meilen zu bestehenden Etablissements eingehalten werden. Zudem soll eine vorgeschlagene Änderung Genehmigungen für drei neue Casinos ermöglichen, die dann in Florida ihr Angebot offerieren dürfen.

Voraussetzung für eine Anerkennung der Petition ist, dass mindestens 891.589 gültige Unterschriften zum Stichtag am 1. Februar ausgezählt wurden. In diesem Fall gelangt die Petition schon am 22. Februar auf den Ballot Measures und kommt damit in die direkte Abstimmung zur Verfassungsänderung.

Petition von Verstorbenen unterzeichnet

Das Journalisten-Duo berichtet über vollständig überlastete Wahlleiter, die sich mehreren Tausend gefälschten Dokumenten gegenübersehen und für die Auszählung der Glücksspiel-Petition verantwortlich sind. Besonders brisant: Während der Zählungen begegneten den Wahlleitern vermehrt Unterschriften von verstorbenen Personen. In Marion Counts musste sich der Wahlleiter Wesley Wilcox sogar seiner eigenen Unterschrift stellen, die er allerdings nie geleistet hatte.

Gegner der Petition kritisieren vor allem, dass die Casino-Betreiber die Sammler von Unterschriften nicht nach Arbeitsstunden, sondern nach Anzahl der gesammelten Unterschriften bezahlen. Seit 2019 ist diese Vorgehensweise in Florida verboten.

Alles deutet auf einen Konkurrenzkampf zwischen Las Vegas Sands und Seminole Tribe hin. Während Las Vegas Sands mehrere Millionen investiert, um die Veränderung der Glücksspiel-Vorgaben durchzusetzen, investiert Seminole Tribe ebenso hohe Summen, um die Veränderung zu verhindern. Das hat Auswirkungen auf die Gesamtbevölkerung, die sich mehr und mehr in zwei Lager spaltet. Lukrativ bleibt das Geschäft aber so oder so allein aufgrund des Rekordumsatzes der Branche 2021.

Cash pro Unterschrift? Was bringt ein Autogramm ein?

Seitens Las Vegas Sands wird strikt bestritten, die Anzahl der Unterschriften durch finanzielle Reize verbessern zu wollen. Allerdings liegen Gerüchten zufolge bereits Eidesstaatliche Versicherungen vor, die das illegale Vorgehen bestätigen. Eine Person soll dem Gericht gegenüber erläutert haben, dass sie bei 25.000 gesammelten Unterschriften eine Prämie in Höhe von 450.000 USD in Aussicht gestellt bekam. Es sei möglich gewesen, insgesamt Gewinne von bis zu 2,7 Mio. USD zu erzielen.

Eine weitere Aussage behauptet, dass die eigentliche Verfügung legal und stundenweise erfolge, allerdings Bonuszahlungen in Aussicht gestellt wurden. So sollen rund 2.500 USD als Prämie für je 300 Unterschriften fließen.

Dass solche Angebote nicht folgenlos bleiben, soll sich nun bei der Auszählung in den Wahlbüros zeigen. Tausende Formulare mit Unterschriften sollen bei den Wahlleitern eingegangen sein, oft mit Stimmen, die sich nicht verifizieren ließen. Wahlleiter Wilcox weist außerdem darauf hin, dass die Fälschung von Unterschriften nicht nur ein logistisches Problem, sondern auch strafrechtlich relevant sei. Massenbetrug könne Haftstrafen nach sich ziehen.

Ermittlungen nur inoffiziell – keine staatlichen Maßnahmen

Mit Staatssekretärin Laurel Lee kümmere sich laut des Journalistenduos eine offizielle Person um die Vorwürfe. Diese haben schon im letzten Jahr die ersten Fälle an die Generalstaatsanwaltschaft übergeben, doch von dort scheint es bislang keine Reaktion zu geben. Anfragen wurden damit beantwortet, dass zunächst eine Fallüberprüfung durch eine andere Institution erfolgen müsse. Die Petitions-Verantwortlichen von Las Vegas Sands haben laut eigener Aussage keinerlei Kenntnisse über Aktivitäten der Generalstaatsanwaltschaft.

Bestätigt sich der Vorwurf des Wahlbetrugs, warten auf die Verantwortlichen erhebliche Folgen. Von Gesetzeswegen müssen die Wahlämter innerhalb von 30 Tagen alle eingegangenen Stimmen auszählen. Durch die hohe Menge an Fälschungen scheint es darauf hinauszulaufen, dass spät eingereichte Dokumente nicht mehr ausgezählt werden können.

Die Aussichten sind eher schlecht, denn in der aktuellen Woche liegt der Stand der Auszählungen bei gerade einmal 566.000 gültigen Stimmen. Um den Schritt zur Volksabstimmung zu gehen sind allerdings rund 890.000 Stimmen nötig, die nicht mehr in greifbarer Nähe scheinen.

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Author: Stacy Daniels